Torpedos
Aus Deutsche Sternenflotte - Das Startrek Rollenspiel
| | Dieser Artikel wurde von den Benutzern der Datenbank als Artikel des Monats November 2006 ausgezeichnet. |
Inhaltsverzeichnis |
Allgemeines
Torpedos sind offensive Angriffswaffen, mit denen eine gewisse Menge an Sprengstoff in einer festen Hülle transportiert und am Ziel zur Detonation gebracht wird. Torpedos verfügen über ein eigenes Antriebssystem und über eigene Sensoren. Dadurch kann die Waffe teilweise selbstständig navigieren und somit das Ziel ansteuern. Photoniktorpedos sind seit dem 22. Jahrhundert im Einsatz. Die verschiedensten Arten gehören seit dem 23. Jahrhundert zur Standardausrüstung für Raumstationen und Raumschiffe der Sternenflotte. Sie werden als Ergänzung zu den Schiffsphasern eingesetzt.
Torpedos gibt es in den verschiedensten Arten. Sie sind sehr variabel aufgebaut und dadurch kann die Sprengkraft und auch die Art des Sprengkopfes je nach Einsatz geändert werden. Die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten erlauben es dem taktischen Offizier, die Torpedos auf unterschiedliche Angriffsmuster zu programmieren.
Außerdem ist es möglich, einen Torpedo für die verschiedensten Zwecke zu rekonfigurieren. Die Crew der Enterprise A programmierte einst einen Torpedo so um, dass er Antriebsplasma aufspürte und so einen getarnten, klingonischen Bird of Prey zerstörte.
Die neueren Torpedos verfügen über eine zusätzliche künstliche Intelligenz. So kann dieser verschiedene Entscheidungen selbstständig treffen. Selbstverständlich im Rahmen ihrer Programmierung.
Dieses Waffensystem wird über die Torpedorampe freigesetzt.
Die Reichweite eines Torpedos ist von mehreren Faktoren abhängig:
- Das verwendete Antriebssystem
- Die Bauweise des Torpedos und der eingesetzte Typ
- Die Sensorenkapazität der Einheit, von welcher der Torpedo abgefeuert wurde.
Der taktische Offizier, welcher seine Konsole auf der Brücke eines Schiffes oder auf der OPS einer Station hat, ist für die Zielerfassung und den Abschussvorgang verantwortlich. Der Befehl zum Feuern wird nur durch den Captain, dem ersten Offizier oder einen anderen Stellvertreter erteilt.
Einige Varianten der Torpedos verfügen über eine Selbstzerstörungsfunktion.
Sonstige Einsätze von Torpedos
Die Hüllen der Torpedos werden auch dazu verwendet, um Bestattungen von Besatzungsmitgliedern durchzuführen. Es wird dafür ein Großteil des Innenlebens des Torpedos entfernt, wodurch genug Platz für den Leichnam geschaffen wird.
Arten der Torpedos
Hier werden die verschiedenen Arten der Torpedos alphanumerisch aufgelistet.
Chronotontorpedo
Chronotontorpedos sind wohl eine der gefährlichsten Waffen des Delta-Quadranten. Die USS Voyager wurde mit dieser Waffentechnologie konfrontiert, als das Volk der Kremin das Schiff aufgrund einer strittigen Grenzverletzung ihres Territoriums angriff.
Der Grund, warum diese Torpedos so gefährlich sind, ist dass diese sich in einem temporalen Fluss befinden. Dieses hat zur Folge, dass sie die Schilde, welche für die Torpedos in einer anderen Zeitebene existieren, problemlos durchdringen und einen großen Schaden an der Außenhülle anrichten können.
Es gelang jedoch der Crew der Voyager, die Frequenz der Torpedos, bzw. der Chronotonpartikel, herauszufinden. Mit diesen Daten konnte ein temporaler Schild installiert werden, der das Schiff vor temporalen Waffen schützte.
Fusionstorpedo
Im 22. Jahrhundert war der Fusionstorpedo das sekundäre Waffensystem an Bord der Raumschiffe der Erd-Sternenflotte. Diese wurden erst 2151 von den neuen und stärkeren Phaserkanonen abgelöst.
Diese Torpedos mussten, im Gegensatz zu den späteren Photoniktorpedos, noch manuell in die dafür vorgesehenen Torpedorampen geladen werden. Der Ladevorgang wurde vom Waffenoffizier per Hand aus der Waffenkammer, welche jedes Schiff der NX-Klasse hatte, durchgeführt. Der Befehl zum Abfeuern des Fusionstorpedos konnte durch eine große Steuerkonsole in der zuvor genannten Waffenkammer ausgelöst werden oder auf der Brücke, durch die taktische Station.
Einen wichtigen Teil der Hauptbewaffnung der NX-Klasse-Schiffe bildet der Fusionstorpedo. Selbst als die Photoniktorpedos eingeführt wurden, blieben die Bestände der älteren Serie an Bord. Ebenso blieben die Torpedorampen aktiv.
Gravimetrietorpedo
Diese Art von Torpedo wird von den Borg genutzt und kann denn doppelten Schaden eines Quantentorpedos anrichten.
Die Explosion wird durch die Reaktion von instabiler Materie mit einer Gravitonquelle ausgelöst. Diese Quelle wird zudem auch als Antrieb verwendet. Schon alleine durch ihn wird ein größerer Schaden, als durch einen Quantentorpedo, verursacht.
2375 wird die Technologie des Gravimetrietorpedos an Bord der Voyager für den Delta-Flyer genutzt. Bereits vorher wurde einer dieser Torpedos verwendet, um Omega-Moleküle in einem unbewohnten Planetensystem zu zerstören.
Einfache Gravimetrietorpedos sind für Bioschiffe der Spezies 8472 keine große Bedrohung, außer diese werden mit modifizierten Nanosonden bestückt.
Das Upgrade mit den Nanosonden funktioniert nicht mehr, da sich die Spezies 8472 bereits daran angepasst hat. Zu dieser Erkenntnis kam die USS Sentinel in der Mission: A powerful friend, but a terrible enemy.
Mikrotorpedo
Ein kleinerer Torpedo mit einer Länge von 13,3 cm ist der Mikrotorpedo. Dieser wird von einer sogenannten Miniatur-Fusionsdüse angetrieben und ist damit nur für Unterlichtgeschwindigkeiten geeignet. Jedoch können diese Torpedos mit kleinen Quanten- oder Photonentorpedosprengköpfen ausgestattet werden.
Die Mikrotorpedos wurden für kleine Schiffe und Shuttles, die keine großen Torpedorampen haben, entwickelt. Diese erhalten dadurch an mehr Schlagkraft. Unter anderem sind die Runabouts der Danube-Klasse, die Shuttles vom Typ 10 und der Delta-Flyer mit Mikrotorpedowerfern ausgerüstet.
Mit einen Sensormodul ausgestattet können diese Torpedos als Sonde der Klasse 1-S wissenschaftliche Untersuchungen durchführen.
Photonentorpedo
Durch die Reaktion von Materie und Antimaterie wird bei den Photonentorpedos eine Explosion hervorgerufen. Sie gehören seit dem 23. Jahrhundert auf den Schiffen der Sternenflotte zur Standardausrüstung. Auch die Klingonen und andere Rassen benutzen dieses Waffensystem. Durch die Antimaterie ist ein einzelner Photonentorpedo in der Lage, ein absolut ungeschütztes Schiff vollkommen zu zerstören.
Die Hülle eines Standardtorpedogehäuses besteht aus gammaexpandiertem Duranium, welches von einer Schicht plasmaverbundenem Terminium umgeben ist. Der Torpedo führt Materie und Antimaterie zu gleichen Anteilen mit sich. Die Menge variiert in den Abstufungen.
Die Photonentorpedos haben eine taktische Reichweite zwischen 15km und ungefähr 3.500.000 km bei Unterlichtgeschwindigkeit. Zudem kann ein Torpedo dieser Art auch unter Warp abgefeuert werden, da in dessen Gehäuse eine Warpspule verbaut ist. Diese wird von einer separaten Energiequelle angetrieben. So kommt es, dass sie durchaus auch den Warplevel eines Zieles halten können.
Um ein Schaden am eigenen Schiff zu vermeiden muss ein Ziel mindestens 25 km entfernt sein. Sollte dieses nicht der Fall sein, so ist es notwendig die eigene Position zu ändern.
Ein Photonentorpedo der neueren Generation hat die Sprengkraft von 25 Isotonnen (42 Megatonnen).
Photoniktorpedo
Der Vorgänger des Photonentorpedo ist der Photoniktorpedo, der bis zum 23. Jahrhundert genutzt wurde.
Dieses Waffensystem ist der direkte Nachfolger des Fusionstorpedos und stellt gleichzeitig die erste Generation von Torpedos mit Materie/Antimaterie-Sprengsätzen dar.
Die Photoniktorpedos unterscheiden sich in folgenden Punkten von ihren Vorgängern:
- Eine 50fache, größere Reichweite
- Die Detonationsstärke ist variabel einstellbar
Durch die einstellbare Detonationsstärke ist es z.B. möglich ein Shuttle nur leicht zu beschädigen oder einen drei Kilometer großen Krater auf der Oberfläche eines Planeten zu hinterlassen.
Die NX-01 entdeckte dieses Waffensystem an Bord eines klingonischen Kreuzers.
Plasmatorpedo
Eine sehr leistungsfähige Torpedovariante ist der Plasmatorpedo, die nur von den Romulanern und den Cardassianern genutzt wird.
Dieser Torpedo kann eine hohe Warpgeschwindigkeit erreichen, wodurch er ein Raumschiff leicht verfolgen kann. Selbstverständlich ist die Reichweite jedoch begrenzt, so dass man diesem Torpedo nach einer gewissen Zeit abschütteln.
2266 wurde die Sternenflotte zum ersten Mal mit einem Plasmatorpedo konfrontiert. Es wurden bei diesem romulanischen Angriff mehrere Außenposten mühelos zerstört.
Auch die cardassianischen stationären orbitalen Waffenplattformen und die Schiffe der Galor-Klasse sind mit einer bestimmten Anzahl an Plasmatorpedos ausgestattet.
Auch die Romulaner haben stationäre Torpedorampen für Plasmatorpedos.
Quantentorpedo
Der Quantentorpedo ist ein Torpedo, welcher anstatt einer Materie/Antimaterie-Reaktion eine komplexe quantenphysikalische Technologie verwendet, um möglichst viel Energie gegen gegnerische Objekte freizusetzen.
Dieser Torpedo wurde von den Wissenschaftlern der Föderation entwickelt, um eine stärkere Waffe gegen die Borg zu haben. Sie versuchten eine Reaktionsart zu entdecken, welche die bisherige Reaktion übertraf.
2371 wurden Schiffe der Sternenflotte mit diesem Waffensystem bestückt. Bisher werden die Quantentorpedos auf folgenden Schiffsklassen eingesetzt:
- Defiant-Klasse
- Excelsior-Refit
- Matrix-Klasse
- Prometheus-Klasse
- Sovereign-Klasse
- Tannydrun-Klasse
Transphasentorpedo
Eine Waffe aus dem alternativen 25. Jahrhundert ist der Transphasentorpedo. So kam es, dass Admiral Janeway aus dieser Zeit in das 24. Jahrhundert zurückkehrte, um ihrem damaligen Ich einen Vorteil gegenüber den Borg zu verschaffen.
Einen großen Schaden richteten diese Torpedos an, als sich die Voyager einen Weg zu einem Transwarpzentrum freikämpfte. Hierbei zerstörte das Schiff der Intrepid-Klasse mehrere Kuben mit einem geringen Anteil an Torpedos. Durch diesen Vorteil, erreichten sie einen Transwarpkanal und auch bald den Alpha-Quadranten.
Transphasentorpedos, sind aufgrund der obersten temporalen Direktive verboten und nicht wieder zum Einsatz gekommen.
Trikobalt-Torpedo
Hierbei handelt es sich um Torpedos mit einem Trikobalt-Sprengkopf, die von Raumschiffen der Sternenflotte im 24. Jahrhundert eingesetzt wurden.
Diese Torpedos entfalten eine sehr starke Detonation gegenüber massiven Zielen, wie Raumstationen oder Gebäuden. Gegenüber Schutzschilden sind sie jedoch fast wirkungslos.
Auf feste Objekte resultiert die Zerstörungskraft aus den Subraumverwerfungen. So reichten der Voyager bereits zwei Torpedos, um die Station des Fürsorgers zu zerstören.
Trikobalt-Torpedos dürfen nur mit Genehmigung des Starfleet Commands auf Schiffen eingesetzt werden. Hierzu gehören bisher:
Trilithium-Torpedo
Auf dem Amagosa-Observatorium wurde der Trilithium-Torpedo von Dr. Tolian Soran entwickelt. Dabei handelt es sich um eine sehr gefährliche Waffe.
Sämtliche nuklearen Reaktion innerhalb einer Sonne können durch das Trilithium gehemmt werden, wodurch es zu einer Implosion der Sonne kommt. Dadurch wird eine extrem starke Druckwelle erzeugt, die alles im entsprechendem System zerstört.
Eine ähnliche Waffe ist auch der Tox Uthat.
Trilitihium-Torpedos sind in der Sternenflotte verboten.
Quellen


